Märzrevolution per Smartphone

Mit dem Projekt „18. März 1848: Für Demokratie auf die Barrikaden“ entwickelt die Zeitbild-Stiftung eine appgestützte Spurensuche zur Berliner Märzrevolution. Jugendliche erkunden historische Schauplätze, beschäftigen sich mit Quellen und bearbeiten multimediale sowie kreative Aufgaben. Das von uns geförderte Bildungsangebot richtet sich insbesondere an Schulklassen und Jugendgruppen und ist für Projekttage und Berlin-Fahrten vorgesehen. Es verbindet die Erkundung des Stadtraums mit digitalen Vermittlungsformen und fragt nach der Bedeutung historischer Freiheitsforderungen für die Gegenwart.

Eine Spurensuche durch Berlin

Die Route führt unter anderem zum Platz des 18. März vor dem Brandenburger Tor, zum Schlossplatz, zum Alexanderplatz, in die Friedrichstraße, zum Gendarmenmarkt und zum Friedhof der Märzgefallenen. Mithilfe der Actionbound-App erschließen sich die Teilnehmenden die Geschichte dieser Orte. An den einzelnen Stationen erwarten sie multimediale Inhalte, Quizfragen und kreative Arbeitsaufträge.

Die Stadt bildet dabei nicht nur die Kulisse der Tour. Die jeweiligen Orte sind Ausgangspunkte, um nach den Ereignissen der Revolution und ihrer historischen Bedeutung zu fragen. Originalquellen und Aufgaben zur Verfassungsentwicklung ergänzen den Rundgang. Beim Verfassen eigener Flugblätter sollen sich die Jugendlichen beispielsweise mit politischen Forderungen auseinandersetzen und diese in eigene Worte übertragen.

Europäische Freiheitsforderungen im Mittelpunkt

Ausgangspunkt ist der 18. März 1848 als wichtiger Tag der deutschen Demokratiegeschichte. Die Berliner Märzrevolution steht für das Ringen um Grundrechte, Pressefreiheit und politische Teilhabe. Das Projekt nimmt diese Forderungen zum Anlass, die Geschichte demokratischer Rechte und ihre Bedeutung für heutige Mitgestaltungsmöglichkeiten zu vermitteln.

Doch bleibt der Blick nicht auf Berlin beschränkt. Die Tour ordnet die historischen Ereignisse in die europäischen Revolutionsbewegungen von 1848 ein, darunter die Aufbrüche in Frankreich, Italien und Österreich. Die lokalen Schauplätze werden so mit einer Geschichte verbunden, in der ähnliche politische Forderungen über Ländergrenzen hinweg erhoben wurden.

Digitaler Zugang & Lernen vor Ort

Der Ansatz setzt bei der Nutzung digitaler Medien an: Informationen, Fragen und Arbeitsaufträge werden über eine Smartphone-App zugänglich. Zugleich verlangt die Tour, sich durch die Stadt zu bewegen und die historischen Schauplätze aufzusuchen. Digitales Lernen und die Begegnung mit dem Ort sind damit aufeinander bezogen, statt als getrennte Angebote nebeneinanderzustehen.

Interessant ist diese Verbindung vor allem dort, wo die Teilnehmenden selbst tätig werden. Quizfragen fordern dazu auf, Informationen zu prüfen; kreative Aufgaben verlangen eigene Formulierungen und Entscheidungen. Das Smartphone dient damit nicht allein als Abspielgerät für historische Inhalte, sondern als Werkzeug für die Beschäftigung mit Quellen, Orten und politischen Positionen. Diese aktive Auseinandersetzung ist ein zentraler Bestandteil des Projekts.

Für Schulklassen und Jugendgruppen

Das Angebot ist insbesondere für die Nutzung im schulischen und außerschulischen Bildungskontext angelegt. Neben Schulklassen gehören Jugendgruppen und Einzelbesucherinnen und Einzelbesucher zur vorgesehenen Zielgruppe. Für Lehrkräfte sind pädagogische Begleitmaterialien mit historischen Quellen, methodischen Hinweisen und kreativen Aufgaben geplant. Sie sollen die Einbindung der Tour in Unterricht, Projekttage und Klassenfahrten unterstützen.

Die Tour und die Begleitmaterialien sollen über den Förderzeitraum hinaus verfügbar bleiben.

Bildquellen

  • : © Zeitbild Stiftung
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