Im Düsseldorfer Ständehaus versammeln sich über 100 Jahre Parlamentsgeschichte. Hier tagten von 1880 bis 1933 die Provinziallandtage der preußischen Landtage (1880-1933). Von 1949 bis 1988 trat am selben Ort der nordrhein-westfälische Landtag zusammen.


Unter dem Namen “operation marriage” begann 1946 die Zusammenlegung der Länder Nordrhein und Westfalen (etwas später noch Lippe) zum neuen Land Nordrhein-Westfalen, dessen erster ernannter Landtag am 2. Oktober 1946 erstmals zusammentrat. Die Wahl Düsseldorfs zur Hauptstadt kam dabei eher überraschend, auch deshalb mussten sich die ParlamentarierInnen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes drei Jahre lang mit Provisorien in der Oper und in einem Veranstaltungsraum des Henkel-Werkes begnügen, bevor sie im Ständehaus einen angemessenen Arbeitsort fanden. Das Gebäude selbst entwickelte sich in diesem Prozess vom Sitz eines innerpreußischen Verwaltungsorganes hin zu einem Zentrum föderaler Gesetzgebung.

Seit 2002 dient das sanierte Gebäude der Öffentlichkeit als Ausstellungsgebäude der Kunstsammlung K21. BesucherInnen können bedeutende Kunstwerke des ausgehenden 20. und des 21. Jahrhunderts bewundern.