Dr. Bernd Gross, CC BY-SA 4.0

Landschaftshaus Gotha

Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt

Im Herzogtum Gotha sah die Wahlordnung bereits ab Juni 1848 die Wahl einer Abgeordneten-Versammlung vor. Diese bestand aus 20 Abgeordneten, die in ein-Personen-Wahlkreisen in indirekter Wahl gewählt wurden. Es bestand kein Zensus und keine Standesunterschiede.


Im Zuge der November-Revolution 1918 gründete sich in Gotha der erste vereinte Arbeiter- und Soldatenrat Thüringens. Am 9. November erklärte deren Führer Wilhelm Bock den Regenten Carl Eduard für abgesetzt und rief vom Balkon des Landschaftshauses die Republik Gotha aus. 1923 ging auch Gotha im neugeschaffenen Land Thüringen auf.

Heute sitzt im Schloss das Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt. Dort werden Forschungen zur Wissensgeschichte der Neuzeit angestellt.


zum Ort: Universität Erfurt

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Faludi, Christian; Bartuschka, Marc (Hsg.) (2020): »Engere Heimat«. Die Gründung des Landes Thüringen 1920. Weimar: Weimarer Verlagsgesellschaft.