August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Autor der Nationalhymne, verkörpert den Kampf gegen die fürstliche Kleinstaaterei und für die Einigung eines liberalen Deutschlands. Das Museum zeigt die Verbindung zwischen deutscher Dichtung und Demokratie im 19. Jahrhundert und deren Aktualität heute.


Als Zeitzeuge einer turbulenten Epoche wurde Hoffmann von Fallersleben schon früh politisiert. Im Kampf zwischen den liberalen und demokratischen Kräften und der alten Adelsordnung bezog er klar Position und behandelte in seiner Dichtung vielfach die in der Zeit der napoleonischen Besatzung gewährten, dann aber wieder zurückgenommenen Bürgerrechte. Sein Einsatz für ein liberales, demokratisches und geeintes Deutschland war allerdings auch durchsetzt mit antifranzösischen und antijüdischen Elementen, die einerseits eine Reaktion auf historische Ereignisse und Konfliktlagen darstellten (etwa die französischen Territorialansprüche in der Rheinkrise 1840/41), zeigen aber auch, wie bereits im frühen Nationalismus oft exklusive, alles Fremde ausschließende Komponenten enthalten sind.

Die Dauerausstellung im Fallersleber Fachwerkschloss zeigt den BesucherInnen wie in einer Zeitreise den Dichter der deutschen Nationalhymne und lässt diese in das für die deutsche Geschichte so wichtige 19. Jahrhundert eintauchen. Dabei lernen sie den kleinen Fallersleber Jungen ebenso kennen wie den romantisch verliebten Studenten oder den oft detektivisch arbeitenden Wissenschaftler. Besonders betont die Ausstellung die Aktualität Hoffmann von Fallerslebens und die Bedeutung seiner Ideen im geeinten Deutschland und Europa.


zum Ort: Stadt Wolfsburg