Nikolaikirche Berlin

Nach der Verabschiedung der preußischen Kommunalreform von 1808, die eine Ausweitung des kommunalen Wahlrechts vorsah, wurden hier am 6. Juli 1809 die ersten gewählten Stadtverordneten vereidigt. Eine Plakette erinnert an diesen Meilenstein der Demokratiegeschichte.


Ein Eckpunkt der Stein-Hardenbergschen Reformen war die Einführung eines für die Zeit breiten (Männer-)Wahlrechts auf kommunaler Ebene. Die kommunale Selbstverwaltung sollte ein Gegengewicht zur zentralen Bürokratie darstellen und einen erzieherischen Effekt auf die Bürger haben. 1990 stellte sich das Berliner Abgeordnetenhaus in diese Tradition kommunaler Selbstbestimmung, als es am gleichen Ort seine konstituierende Sitzung als gesamtberliner Kommunalparlament abhielt.

Die Kirche wird heute von der Stiftung Stadtmuseum Berlin genutzt. Im Museum Nikolaikirche können BesucherInnen die Geschichte des Ortes und seine vielfältigen Bezüge in die Kirchen-, Bau- und Stadtgeschichte erkunden. An die Stadtverordneten erinnert eine Plakette, auch das abgebildete Aquarell ist hier ausgestellt.


zum Ort: Stadtmuseum Berlin