Reichstag

Ein Jahr nach der Wiedervereinigung beschloss der Bundestag: “Sitz des Deutschen Bundestages ist Berlin”. Damit zog die Vertretung der deutschen StaatsbürgerInnen, das gesetzgebende und zentrale Organ einer jeden Demokratie, zurück an den Ort, an dem auch der Reichstag ab 1894 zusammengetreten war.


Das Gebäude wurde von 1884-1894 von Paul Wallot erbaut. Nach seiner Fertigstellung diente es dem Reichstag zunächst im Kaiserreich und dann auch nach Revolution und Verfassungsgebung in der Weimarer Republik als Domizil. Es ist von hoher symbolischer Bedeutung, dass das gewaltsame Ende der Republik mit dem Brand des Reichstagsgebäudes zusammenfällt. Erst 66 Jahre später, im April 1999, fand wieder eine parlamentarische Plenarsitzung im Reichstag statt. Der Schriftzug über dem Eingang: “Dem Deutschen Volke” erinnert die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, ihre Tätigkeit am historischen Ort als “Vertreter des ganzen Volkes” (GG, Art. 38) auszuüben.

Mit zu den Höhepunkten eines Besuchs im Reichstag zählt sicherlich der Spaziergang durch die gläserne Kuppel. Daneben gibt es aber auch wechselnde Ausstellungen zu politischen Themen zu erkunden. Nicht direkt im Reichstagsgebäude, aber zumindest symbolisch unter dem Dach des Bundestags bietet die parlamentshistorische Ausstellung im Deutschen Dom einen Überblick zur Geschichte des Parlamentarismus in Deutschland.


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