Muralprojekt Frankfurt–Philadelphia 2026

Vom 4. bis 8. Mai 2026 entwickelten Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren gemeinsam mit zwei Künstlern aus Deutschland und den USA ein Mural für die Stadt Frankfurt am Main. Mit viel Kreativität, Neugier und einer Portion deutsch-amerikanischer Demokratiegeschichte gewappnet, wurde der Workshop zu einer Woche künstlerischer Praxis und historischer Reflexion.

Muralprojekt Frankfurt–Philadelphia 2026

Ausgehend von der historischen Verbindung der Handels-, Finanz- und Verfassungsstädte Frankfurt und Philadelphia (PA) sowie ihrer seit über zehn Jahren bestehenden Städtepartnerschaft erarbeiteten die Teilnehmenden verschiedene künstlerische Entwürfe. Die historischen, politischen und zivilgesellschaftlichen Verknüpfungen und Bezüge beider Städte und die damit verbundenen demokratischen Werte spiegeln sich in den entstandenen Motiven wider: von Glockenklängen über das Schachbrett der Demokratie, von erkämpfter Gleichberechtigung – symbolisiert durch den (Regenschirm-)Stockeinsatz – bis hin zu Symbolen der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung und der Paulskirchenverfassung von 1848/49.

Zum 250. Jubiläum der Declaration of Independence erhält die Zusammenarbeit eine besondere Bedeutung. Philadelphia ist nicht nur die Stadt der „Brotherly Love“ und „City of Firsts“, sondern auch ehemalige Hauptstadt, „Cradle of Liberty“ und „Birthplace of American Independence“. Frankfurt teilt in „sisterly affection“ den Titel einer Verfassungsstadt, war Sitz der ersten Nationalversammlung und wurde von John F. Kennedy mit Blick auf die Paulskirche als „Cradle of German Democracy“ bezeichnet.

Den Auftakt der Projektwoche im Naxos Atelier bildete ein Grußwort von Stadträtin Eileen O’Sullivan. Daran anschließend erhielten die Jugendlichen Einblicke in die künstlerische Praxis der Street Art und die Bedeutung von Public Art. Die Künstler Joseph Eduardo Iacona aus Philadelphia und Andreas von Chrzanowski (Case Maclaim) aus Frankfurt vermittelten ihre Ansätze zu Bildkomposition und urbaner Kunst.

Am Dienstag und Mittwoch standen historische Impulse im Mittelpunkt: Brendan Gillis von der American Historical Association führte in die Entstehungsgeschichte der Unabhängigkeitserklärung sowie in ihre heutige Bedeutung ein. Am Mittwoch waren wir mit den Jugendlichen in der Frankfurter Altstad unterwegs, um an zentralen Orten der deutschen und deutsch-amerikanischen Demokratiegeschichte – vom Saalhof bis zur Paulskirche – von gemeinsamen Geschichten zu erfahren. Wir begegneten unter anderem William Penn, Franz Daniel Pastorius, der Frankfurt Land Company, Benjamin Franklin, Thomas Jefferson, den 1833er und 1848er. Diskutiert wurden zudem die Bedeutung von Druckerzeugnissen, die deutsche Übersetzung der Unabhängigkeitserklärung sowie verbindende Werte und Symbole wie Gleichberechtigung, Religions- und Pressefreiheit, Adler, Bibliotheken und Glocken.

Donnerstag und Freitag standen ganz im Zeichen der kreativen Umsetzung. Mit großem Engagement entwickelten die Jugendlichen eigene Skizzen und Bildideen, diskutierten Motive und setzten sich gemeinsam mit den Künstlern mit Fragen der Gestaltung auseinander. Dabei entstanden vielfältige Entwürfe, die die inhaltlichen Impulse der Woche aufnahmen und in visuelle Formen übersetzten.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Stadt Frankfurt am Main. Referat für Internationale Angelegenheiten und Bildungsgabe e. V.  gemeinsam mit den Künstlern Joseph Eduardo Iacona aus Philadelphia und Andreas von Chrzanowski (Case Maclaim) aus Frankfurt.

Mit freundlicher Unterstützung durch Naxos Atelier, World Affairs Council of Philadelphia, U.S. Generalkonsulat der Vereinigten Staaten von Amerika Frankfurt am Main, Volkshochschule Frankfurt am Main.

Bildquellen

  • : (c) Stadt Frankfurt, Foto: Bildungsgabe e. V.
  • Grußwort von Stadträtin Eileen O’Sullivan: (c) Stadt Frankfurt am Main
  • Blick in den Workshopraum: (c) Stadt Frankfurt, Foto: Bildungsgabe e. V.
  • Blick in den Workshopraum: (c) Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte
  • Vortrag von Brendan Gillis: (c) Stadt Frankfurt am Main
  • : (c) Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte
  • : (c) Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte
  • : (c) Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte
  • : (c) Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte
  • : (c) Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte
  • : (c) Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte
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