Der MDR als Ort der Demokratiegeschichte

Seit dem 19. März trägt der MDR Standort Leipzig stellvertretend für alle weiteren Standorte die Plakette „Ort der Demokratiegeschichte“. Die Plakette würdigt die Rolle des MDR in der demokratischen Transformation nach 1989 und unterstreicht, wie wichtig Medienfreiheit für eine wehrhafte Demokratie ist. Als Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks steht der MDR seit 1992 für unabhängige, plurale und faktenbasierte Berichterstattung – ein unverzichtbarer Beitrag zur Stärkung demokratischer Kultur.

An diese Tradition knüpft der „Leipziger Appell zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien“ an, zu dessen Erstunterzeichnenden wir zählen. Initiiert wurde der Appell vom MDR im Rahmen seiner Würdigung als Ort der Demokratiegeschichte. Er ruft dazu auf, freie und unabhängige Medien als Fundament demokratischer Gesellschaften zu schützen: „Wer Medien- und Informationsfreiheit angreift, greift das demokratische Gemeinwesen an.“

Pressefreiheit war und ist ein Gradmesser demokratischer Reife – von den Kämpfen gegen die Karlsbader Beschlüsse über die Pressefreiheit der Weimarer Verfassung bis zur Gründung der ARD als föderales Gegengewicht zu staatlicher Kontrolle. Um unsere Demokratie zu stärken, braucht es dieses historische Bewusstsein und Plattformen, die Wissenschaft, Bildung und Öffentlichkeit verbinden.

Bildquellen

  • Dr. Kai-Michael Sprenger bei der Übergabe der Plakette „Ort der Demokratiegeschichte“: © MDR, Foto: Hagen Wolf
  • MDR-Intendant Ralf Ludwig und Dr. Kai-Michael Sprenger bei der Unterzeichnung des „Leipziger Appell zur Freiheit und Unabhängigkeit der Medien“: © MDR, Foto: Hagen Wolf
  • Dr. Kai-Michael Sprenger und MDR-Intendant Ralf Ludwig neben der angebrachten Plakette.: © MDR, Foto: Hagen Wolf