35 Jahre deutsche Einheit
Demokratiegeschichte(n) erzählen und erleben
Der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ist ein zentrales Datum der deutschen Demokratiegeschichte. Er erinnert an die friedliche Überwindung der Teilung und an den Mut der Bürgerinnen und Bürger, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit gemeinsam zu gestalten. Im Jahr 2025 jährte sich die deutsche Einheit zum 35. Mal – ein Anlass, die Bedeutung von Einheit, Geschichte und gesellschaftlichem Zusammenhalt lebendig werden zu lassen. Mit vielfältigen Projekten verbanden wir Geschichte und Gegenwart, Reflexion und gemeinsames Erleben.
„3. Oktober – Deutschland singt und klingt“: Einheit hörbar machen
Gemeinsam mit der Initiative „3. Oktober – Deutschland singt und klingt e. V.“ gestalteten wir den Tag der Deutschen Einheit bundesweit als Tag des Zusammenkommens und des Lernens. An über 230 Orten im ganzen Land sangen Menschen unter freiem Himmel zehn gemeinsame Lieder – als Zeichen der Dankbarkeit und Hoffnung. Prominente Gäste wie Friedrich Merz stimmten sich in das gemeinsame Singen ein. Wer nicht vor Ort war, konnte im Livestream aus Saarbrücken, der Gastgeberin des zentralen Bürgerfestes zum 35. Tag der Deutschen Einheit, dabei sein.
Auch unsere Open-Air-Ausstellung „Deine Orte der Demokratiegeschichte“ bereicherte das Programm und lud zur Begegnung mit historischen und aktuellen Fragen demokratischer Kultur ein. So wurde der 3. Oktober zu einem Tag, der weit über das Gedenken hinauswies – hin zu aktivem Mitgestalten und gemeinsamer Erinnerung.
„Wir das Grundgesetz“ und Singen in Halle
Unter dem Motto „Singen, spielen, verbunden sein – Halle am 3. Oktober“ wurde auch in Halle (Saale) gefeiert. Dort brachten wir unser Theaterstück „Wir das Grundgesetz“ auf die Bühne. Mit Witz und Tiefgang erzählte es aus dem Leben des Grundgesetz und von der Entwicklung der Demokratie in Deutschland – von der Paulskirche über Weimar bis zum Grundgesetz.
Parallel dazu versammelten sich auf dem Marktplatz Bürgerinnen und Bürger zum gemeinsamen Gesang von „Deutschland singt & klingt“. Begleitet von Kerzenlichtern, die an die Friedensgebete und die Friedliche Revolution von 1989 erinnerten, wurde die Kraft der Gemeinschaft spürbar.
DRÜBEN. Eine deutsche Zeitreise – Musik, Erinnerung, Gegenwart
Ein weiterer Höhepunkt des Jubiläumsjahres war das musikalisch-theatrale Projekt „DRÜBEN. Eine deutsche Zeitreise“, das in Kooperation mit den Dresdner Sinfonikern und der Stadt Hof gezeigt wurde. Das Konzert erinnerte an den Herbst 1989, als die Welt den Fall der innerdeutschen Grenze erlebte.
Viele kennen die Bilder der Sonderzüge, mit denen DDR-Bürgerinnen und -Bürger aus der Prager Botschaft in die Bundesrepublik ausreisten. Ihr erster Halt im Westen: der Bahnhof Hof – unter ihnen Markus Rindt, heute Intendant der Dresdner Sinfoniker. „DRÜBEN“ machte diese bewegende Episode deutscher Geschichte klanglich und szenisch erfahrbar. Das Publikum wurde Teil einer Inszenierung, die nicht in der Vergangenheit verharrte, sondern den Blick auf die Gegenwart und die Zukunft unserer Demokratie richtete.
Bildquellen
- „3. Oktober – Deutschland singt und klingt“ in Saarbrücken: (c) DSUK e. V.
