Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF) in Kassel

Das Archiv der deutschen Frauenbewegung (AddF) wurde am 8. März 1984 in Kassel eröffnet. Es ist ein „Freies Archiv“ und sammelt, forscht und publiziert zur Geschichte von Frauen und Frauenbewegungen in Deutschland von 1800 bis in die 1960er Jahre. Das AddF zeichnet sich insbesondere durch die drei sich ergänzenden Arbeitsbereiche Archiv & Bibliothek, Forschung und Bildung & Kultur aus.

Projekt „Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes“

Das Projekt „Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes“ vermittelt mit regionalen Veranstaltungsreihen und Formaten an der Schnittstelle zwischen politischer, historischer und kultureller Bildung, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind und wichtige Wurzeln in der Rhein-Main-Region haben. Die Geschichte hört nie auf und verbindet sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen.

Philipp Jakob Siebenpfeiffer (1789-1845)

Philipp Jakob Siebenpfeiffer gilt durch sein publizistisches Engagement als einer der bekanntesten liberal-demokratischen Streiter des Vormärz. Dabei hatte er sich zunächst aus ärmlichen Verhältnissen in eine einträgliche Position als Verwaltungsbeamter für den bayerischen Staatsdienst hochgearbeitet. Hier entwickelte er aber immer mehr einen Blick für soziale Missstände und damit notwendige Reformen in Politik und Wirtschaft, die er seiner Regierung vorschlug.

Residenzschlossverein Neustrelitz e.V.

Das Residenzschloss der Großherzöge von Mecklenburg-Strelitz war nach dem Ende der Monarchie u.a. Sitz des Landtages des Freistaates Mecklenburg-Strelitz. Hier wurde am 29. Januar 1919 die erste parlamentarisch-demokratische Verfassung auf deutschem Boden nach dem Ende der Monarchie beschlossen, die bis 1934 Bestand hatte. Der Residenzschlossverein pflegt die Erinnerung an diesen Meilenstein der deutschen Demokratiegeschichte.

Erinnerungsstätte Matthias Erzberger

Matthias Erzberger führte eine steile Karriere aus einfachen politischen Verhältnissen am Ende des Kaiserreiches und während der frühen Weimarer Republik in höchste politische Ämter. Als einen der führenden Köpfe der verhassten Demokratie ermordeten ihn 1921 rechte Nationalisten. Die Erinnerungsstätte in seinem Geburtshaus in Münsingen-Buttenhausen gedenkt einem Vorkämpfer der deutschen Demokratie.

Robert Lehr (1883-1956)

Robert Lehrs Schaffen steht beispielhaft für die konservative Klammer zwischen Weimarer Republik und dem demokratischen Wiederaufbau nach 1945. Das ehemalige Mitglied der DNVP prägte in der Bundesrepublik den Aufbau einer streitbaren Demokratie und setzte sich für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen ein.

Bundesarchiv – Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte

Im Hof des Rastatter Residenzschlosses begann im Mai 1849 der Aufstand der badischen Soldaten. 1974 wurde am historischen Ort die Bundesarchiv-Erinnerungsstätte eingerichtet. Die Ausstellung „Wir sind das Volk! Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte“ informiert über die deutschen Freiheitsbewegungen im 19. Jahrhundert und über Opposition, Widerstand und Friedliche Revolution in der DDR.